Gerüchte in Oberlethe:
Im Bereich Wardenburger  Straße  / Böseler Straße

sollen sich Bienen einnisten.

Der Sache nachgegangen, konnte ich nachfolgenden Sachverhalt aufdecken.

Montag: 7. Juni, gegen 21.00 Uhr

Kisten, verschnürt, werden von mehreren Personen  auf das Gelände der Lethe-Schule
an der Wardenburger Straße / Böseler Straße getragen.

 

Die Kisten werden geöffnet

Fachkundige Gespräche:

Anwesende schauen vorsichtig

Und es sind jede Menge junge Bienen zu sehen


von links
Marianne Ulken - Hans-Ulken (hinten) Heiko Spille,
AG-Schüler, David, David, Sebastian, Nurya,
Petra Elsner, Karen Backmeyer

Die örtliche Presse interessiert sich auch für das Thema

Der Hintergrund der  Geschichte :

Die Nordwest-Zeitung berichtete:
2009 lief noch alles glatt, die Ernte fiel gut aus. Doch jetzt sind die Bienenstöcke leer.

VON WERNER FADEMRECHT
OBERLETHE -
Dort, wo sonst geschäftiges Summen aus den Holzkisten dringt, herrscht nur noch Stille. Der Bienenstock im Garten der Letheschule an der Böseler Straße steht leer, die Zeiten des regen Flugbetriebs sind vorbei. „Alle drei Bienenvölker sind uns weggestorben“, sagt Lehrerin Karen Backmeyer.
Seit 2008 kümmerten sich Schüler unter ihrer Aufsicht um die Insekten. Ende Mai 2009 erntete die Imkerei-Abteilung der Schülerfirma „Letheladen“ zum ersten Mal Honig. Einmal 16, einmal sogar 18 Kilo holten die Nachwuchsimker aus dem Stock heraus. „Zwischenzeitlich ist es uns sogar gelungen, ein drittes Volk aus einem bestehenden abzusondern“, erzählt Backmeyer, die sich mit einem Imker-Grundkurs der Landwirtschaftskammer Ammerland und einem Kurs im naturnahen Imkern auf dem Hof Grummersort vorbereitet hatte.
Für die Schüler sei die Beschäftigung mit den Bienen mehr als nur ein Zeitvertreib, sagt die Pädagogin. „Das Arbeiten in Imkeranzügen und mit den Bienen ist eine Grenzerfahrung, die für unsere Schüler gut und lehrreich ist.“ Das Sterben aller drei Bienenvölker trifft die Schule hart. Bislang ist es noch nicht gelungen, ein neues Volk zu kaufen. Das sei besonders frustrierend, wenn man bedenke, wie reißend der Absatz des Blütenhonigs im Vorjahr gewesen sei, so die Lehrerin. Als Ursache für das Bienensterben vermutet sie den ungewöhnlich harten Winter. An der Versorgung könne es nicht gelegen haben, die Völker hätten reichlich Honigwasser als Nahrung bekommen und seien auch prophylaktisch gegen Milben behandelt worden.
Doch genau diese vermutet der erfahrene Imker Johann Schierhold aus Benthullen hinter dem Bienensterben. Er selbst besitzt 20 Völker. „Selbst im Januar bei minus 19 Grad herrschen in der Bienentraube bis zu 38 Grad“, erzählt er. Von seinen 20 Völkern sind ihm schon lange keine mehr eingegangen. Die Bienen bräuchten allerdings schon unmittelbar nach der Honigernte Ende Juli ausreichend Energie in Form von Zuckerwasser – etwa fünf Liter im Mischungsverhältnis drei Kilo Zucker auf zwei Liter Wasser. Außerdem säubert der Imker jeden seiner Bienenstöcke regelmäßig mit Ätznatron gegen die hoch ansteckende amerikanische Faulbrut und behandelt seine Völker mindestens dreimal im Jahr mit 60-prozentiger Ameisensäure gegen die Varroa-Milbe.
Auf andere chemische Stoffe verzichtet er bewusst. Das ist in seinen Augen auch das beste Argument dafür, deutschen Honig zu kaufen. „Viele Menschen wissen gar nicht, dass Importhonig – so ist es gesetzlich vorgeschrieben – auf bis zu 40 Grad Celsius erhitzt werden muss. Da sind die wertvollsten Inhaltsstoffe schon zerstört“, ist er überzeugt. In ausländischen Produkten, die nicht aus der EU stammten, seien oft auch Spuren von Antibiotika enthalten, weil die Imker damit ihre Bienen schützen wollten.

 

Die Fortsetzung:
Marianne Ulken, Vorsitzende des Bürgervereins Oberlethe, organisierte zwei weitere Bienenvölker und übergab sie im Namen des Bürgervereins Oberlethe an die Bienen_AG der Letheschule. Der Bienenzüchter Heiko Spille aus Sandkrug hatte die Bienenvölker für die  Letheschule geliefert.
Karen Backmeyer und Schüler aus der AG nahmen die Bienen in Empfang und bedankten sich recht herzlich dafür .
Es besteht noch ein Problem- noch nicht alle 40.000 Bienen der beiden Völker haben einen Namen.

Vorschläge werden noch gerne entgegen genommen.